Ihr Whirlpoolwasser entnehmen Sie in
der Regel einer Trinkwasserleitung. Trinkwasser wird in
Deutschland nach den Grundsätzen der TrinkwV
aufbereitet, aber dennoch lassen sich keine
allgemeingültigen Regeln für die Pflege Ihres
Whirlpoolwassers aufstellen.
Die Beschaffenheit des Wassers ist selbst nach seiner
Aufbereitung, den unterschiedlichen Prozeduren des
Reinigungsprozesses, weitestgehend abhängig von seinen
ursprünglich erhaltenen Anreicherungen (Magnesium,
Calcium, Eisen, Mangan, Kalium, Natrium etc.), die es
z.B. beim durchfließen verschiedenster Sedimente
aufgenommen hat. Unser Wasser kann also durchaus recht
unterschiedlich beschaffen sein.
Wir empfehlen bei der Erstbefüllung und
jeweiligen Neubefüllungen des Whirlpools einen
Kalkstabilisator hinzuzugeben, denn dieser verhindert
das Ausfallen von Kalk und damit Ablagerungen und
Wassertrübungen.
Der TA-Wert:
Als nächstes sollte der Gesamtalkalische Wert
(TA-Wert=Total Alkalinity) des Wassers geprüft und
sofern erforderlich entsprechend eingestellt werden.
Dieser TA-Wert ist die Summe aller alkalischen
Substanzen, Carbonat, Bicarbonat und Hydroxyl Ionen, die
sich im Wasser befinden. Der ideale Wert für Ihr
Whirlpoolwasser liegt zwischen 80 – 120 ppm (ppm=Parts
per Million).
Es ist wichtig den TA-Wert vor dem pH-Wert zu
kontrollieren, weil ein zu hoher TA-Wert über 120 ppm
bewirkt, dass sich der pH-Wert nicht mehr einstellen
lässt. Ein zu geringer TA-Wert unter 80 ppm den pH-Wert
instabil werden lässt und es schwierig wird ihn
ordentlich einzustellen.
Der pH-Wert:
Der pH-Wert ist das Maß für saure, neutrale oder
basische (alkalische) Reaktionen einer Lösung. Die
pH-Wert Skala reicht von 0 – 14. Säuren haben einen
pH-Wert kleiner als 7 und Basen einen größer als 7.
Wasser in seiner ursprünglichen Form hat einen pH-Wert
von 7 (neutral). Die Werte unseres Trinkwassers dürfen
laut TrinkwV 6,5 bis 9,5 sein.
Der für den Whirlpool bevorzugte Wert liegt im Bereich
von 7,0 bis 7,6. Der pH- Wert sollte grundsätzlich nicht
unter den Neutralwert des Wassers 7 absinken, denn dann
ist das Wasser zu sauer und damit auch aggressiv, was
auf Dauer Schäden im System des Whirlpools verursachen
kann.
Mit jedem Ansteigen des pH-Wertes im alkalischen Bereich
nimmt der Anteil der vorhandenen natürlichen Kohlensäure
ab. Ist also der pH-Wert zu hoch, so neigt das Wasser zu
Kalkausscheidungen, die sich im System des Whirlpools
ablagern und zudem zur Wassertrübung führen können.
Sie benötigen für die Pflege des
Wassers:
- Teststreifen für pH-/TA-Wert
- Kalkstabilisator
- Calcium-Booster (falls erforderlich)
- pH - Minus
- pH - Plus (falls erforderlich)
- Metal Gone (falls erforderlich)
- Algizid (falls erforderlich)
- Chlorspiegel ca. 1,5-ppm
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In manchen Fällen konnte in Deutschland ein zu hoher
Eisen- oder Mangangehalt des Wassers festgestellt
werden. Dies führt im Falle des Vorhandenseins zu
braunen oder schwarzen Ablagerungen, braunem
Wasser oder einem bräunlich/rötlichen Film resp.
Schlieren auf dem Wasser. Gesundheitliche Risiken
bestehen kaum.
Die Metalle im Wasser oxidieren in einigen ihrer
Verbindungsformen mit Sauerstoff und werden partikulär.
Da dem Whirlpoolwasser viel Sauerstoff zugesetzt wird,
ist die Wirkung in solchen Fällen auch deutlicher
erkennbar, als bei einem Glas Wasser aus dem Wasserhahn.
In diesen Fällen sollte man bei einer Neubefüllung des
Whirlpools Metal Gone verwenden.
Hinweis:
Zu einer wirklich erfolgreiche Behandlung zu hoher
Eisengehalte im Trinkwasser, ist allerdings die Kenntnis
der Form der Eisenverbindungen wichtig. Es kann sich um
reduziertes Eisen (II-wertig), oxidiertes Eisen (III)
oder Eisenbakterien handeln.
Weiches Wasser:
hat sicherlich in mancher Hinsicht seine Vorteile, aber
zu weiches Wasser ist aggressiv. Im Wasser puffert der
Kalk das CO² und bei weichem Wasser erfolgt diese
Pufferung nicht oder nicht ausreichend und die
Kohlensäure kann ungestört arbeiten. Die Härte ist dem
Wasser nicht einfach nur entnommen, es erfolgt immer ein
Austausch gegen andere Ionen. Zu weiches Wasser hat also
die Angewohnheit sich "anzureichern". Dies kann bei
Metallteilen zu „Lochfrass“ führen und aus Kunstoffen
kann im schlimmsten Fall der Weichmacher herausgelöst
werden. Es ist also auch das System des Whirlpools
gefährdet.
Wenn weiches Wasser zudem phosphathaltig ist und das ist
es in vielen Fällen, dann kann dies zur Algenbildung
führen, weil Phosphate die hauptsächliche Algennahrung
sind und die entsprechenden natürlichen Algizide im
Wasser fehlen. Aus diesem Grunde sollte auch kein
Regenwasser zur Befüllung des Whirlpools genutzt werden.
Liegt der Calcium-Wert des Wassers unterhalb von 200
ppm, dann sollte man dem Wasser einen Calcium Booster
hinzufügen.
Falls ein Algenbefall (eventuell als schleimige Belege
an den Wänden des Whirlpools) eintritt, so ist es
sinnvoll dem Wasser ein nicht schäumendes Algizid
hinzuzufügen z.B. Desalgin Jet von Bayrol (gemäß
Gebrauchsanweisung).
Dosierung der Präparate:
Sowohl der TA-Wert wie auch der pH-Wert werden mit
pH-Minus oder pH-plus, je nach dem ob eine Erhöhung oder
Reduzierung erfolgen soll, reguliert. Das mag etwas
sonderbar erscheinen, aber es ist tatsächlich so.
Wichtig:
Niemals zuviel von einem Präparat auf einmal ins Wasser
geben, sondern lieber durch mehrere Zugaben nacheinander
den gewünschten Wert erreichen und außerdem nach jeder
Zugabe den Whirlpool ½ Stunde jeweils mit den Pumpen
laufen lassen. Erst dann können weitere Zugaben
erfolgen.
Ist das Präparat ein Granulat, so sollte dies vorher in
Wasser aufgelöst werden und dann dem Whirlpoolwasser
hinzugegeben werden.
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